Rekordabflüsse von 4,57 Milliarden Dollar: Der Winterschock für Bitcoin-ETFs
Stellen Sie sich vor: Bitcoin, der unerschütterliche Krypto-König, der im Oktober 2025 ein Allzeithoch von 126.080 Dollar knackt – und nur zwei Monate später blutet der Markt aus wie nie zuvor. US-Bitcoin-ETFs, die großen Institutionellen Hoffnungsträger seit ihrem Launch im Januar 2024, verzeichnen in November und Dezember 2025 Rekordabflüsse von 4,57 Milliarden Dollar. Das ist mehr als die bisherige Negativmarke von 4,32 Milliarden in den ersten Monaten nach dem Start.
Der Bitcoin-Kurs? Ein brutaler 20-Prozent-Rückgang in derselben Zeit. Von Höhenflügen zu Talfahrt – und das zum Jahresende. Ist das der Tod des legendären Vierjahres-Halving-Zyklus? Oder nur eine gesunde Marktreinigung?
„ETF-Abflüsse und stetige Liquidationen belasten das Sentiment, aber die Struktur ähnelt keiner Panik. Stattdessen scheint es ein Markt im Gleichgewicht zu sein, wo schwache Hände zum Jahresende aussteigen und starke Bilanzen das Angebot absorbieren.“ – Vikram Subburaj, CEO von Giottus
In diesem Artikel tauchen wir tief ein: Die harten Zahlen, der dramatische Verlauf, Expertenmeinungen und was das für 2026 bedeutet. Bleiben Sie dran – der Krypto-Winter könnte kälter werden, bevor er taut.
Die harten Zahlen: 4,57 Milliarden Dollar Verluste im Detail
Lassen Sie uns die roten Zahlen aufbrechen. Laut Daten von SoSoValue und CoinDesk flossen in November 2025 allein 3,48 Milliarden Dollar aus den US-Spot-Bitcoin-ETFs ab. Dezember kam mit 1,09 Milliarden Dollar nach – zusammen die schlechteste Zwei-Monats-Phase seit dem Launch im Januar 2024.
Zum Vergleich: Die vorherige Rekordniedergangsphase im Februar-März 2024 betrug 'nur' 4,32 Milliarden Dollar. Diesmal traf es härter.
Nicht nur Bitcoin litt. US-Spot-Ether-ETFs sahen über 2 Milliarden Dollar Abflüsse in der gleichen Periode. Fünf Tage hintereinander negative Nettoabflüsse Ende Dezember – CNBC berichtete von purem institutionellem Rückzug.
Aber es gibt Lichtblicke anderswo:
- XRP-ETFs: Über 1 Milliarde Dollar Zuflüsse
- Solana SOL-ETFs: Mehr als 500 Millionen Dollar Zuflüsse
Bitcoin endete 2025 niedriger als es begann – das erste Mal in einem Post-Halving-Jahr. Von 126.080 Dollar ATH am 6. Oktober mehr als 30 Prozent Absturz bis Jahresende.
Diese Zahlen schreien: Institutionelle Investoren ziehen sich zurück. Warum jetzt?
Vom Höhenflug zum Absturz: Der dramatische Kursverlauf 2025
Erinnern Sie sich an den Oktober 2025? Bitcoin explodierte auf 126.080 Dollar – neues Allzeithoch, getrieben von ETF-Hype und Halving-Euphorie. Der April-Halving hatte die Mining-Rewards halbiert, historisch der Startschuss für Bullenmärkte.
Doch dann: November und Dezember brachten Kälte. 20 Prozent Preisverfall, synchron mit den ETF-Abflüssen. Bitcoin schloss 2025 tiefer als geöffnet – erstmals nach einem Halving negativ.
Hintergrund: Die ETFs starteten Januar 2024 als Game-Changer für institutionelle Adoption. Sie pumpten Milliarden rein. Aber 2025? Der Markt reifte, und externe Faktoren dominierten.
„Der Preis komprimiert sich, während beide Seiten auf die Rückkehr der Liquidität im Januar warten.“ – Vikram Subburaj, CEO von Giottus
Fünf aufeinanderfolgende Abflusstage Ende Dezember unterstrichen den Trend. Doch am 2. Januar 2026 reboundete Bitcoin über 90.000 Dollar – ein erstes Lebenszeichen inmitten steigender Krypto-Aktien.
Experten im Streit: Ist der Halving-Zyklus tot?
Die Debatte tobt: Ist Bitcoins vierjähriger Halving-Zyklus offiziell tot? Vivek Sen von Bitgrow Lab donnert: Ja!
„Bitcoins vierjähriger Halving-Zyklus ist 'offiziell tot', nachdem 2025 negativ endete.“ – Vivek Sen, Gründer von Bitgrow Lab
Andere nuancieren. Armando Pantoja erklärt den Wandel:
„Der Markt hat neue Akteure... Bitcoin handelt jetzt makroökonomisch. BTC reagiert auf Liquidität, Leitzinsen, Regulierung und Geopolitik, nicht auf einen Halving-Zyklus.“ – Armando Pantoja
Markus Thielen von 10x Research hält den Zyklus für intakt, aber nicht mehr supply-getrieben:
„Der vierjährige Zyklus ist intakt, aber nicht mehr von Supply-Scarcity dominiert.“ – Markus Thielen, Head of Research bei 10x Research
Cathie Wood und Arthur Hayes schließen sich der 'Zyklus-Ende'-Fraktion an. Die ETFs haben den Markt verändert – von Retail-Hype zu makroökonomischem Trading. Schwache Hände steigen aus, starke absorbieren.
Bedeutung für Investoren: Marktreinigung oder Bärenmarkt?
Was bedeutet das für Sie als Investor? Experten wie Subburaj sehen Marktbereinigung: Schwache Positionen räumen auf, während starke Bilanzen (z.B. via XRP/SOL-Zuflüsse) das Angebot schlucken.
Der institutionelle Appetit schrumpft temporär – Year-End-Rebalancing, Liquiditätsknappheit. Doch der Rebound über 90.000 Dollar am 2. Januar 2026 signalisiert Hoffnung.
Analogie: Stellen Sie sich Bitcoin als Marathonläufer vor. Nach dem Sprint zum ATH braucht er eine Pause, atmet durch – bevor der nächste Ansturm kommt.
Auswirkungen:
- Weniger Retail-Hype, mehr Makro-Sensitivität (Zinsen, Regulierung)
- Altcoin-Stärke: XRP +1 Mrd., SOL +500 Mio. Zuflüsse
- Langfristig: ETFs bleiben Schlüssel, aber volatiler
Der Jahresend-Rückgang? Vielleicht der Preis für Reife. Bitcoin ist kein Teenager mehr – er tanzt jetzt mit den Großen der Wall Street.
Ausblick 2026: Bereinigung vor dem nächsten Bullen?
Zusammengefasst: 4,57 Milliarden Dollar Abflüsse markieren den schlechtesten ETF-Winter seit 2024. Der 20-Prozent-Drop und das negative Post-Halving-Jahr signalisieren Wandel – weg vom reinen Zyklus, hin zu globaler Makro-Dynamik.
Trotzdem: Keine Panik. Stärkere Hände halten stand, und der frische Rebound über 90.000 Dollar flüstert von Erholung. XRP und Solana zeigen, dass der Krypto-Markt diversifiziert.
„ETF outflows... ein Markt im Gleichgewicht.“ – Vikram Subburaj
Für junge Investoren: Nutzen Sie die Dip – aber mit Augen offen für Zinsen und Regulierung. 2026 könnte der wahre Test für den ETF-reifen Bitcoin werden. Bleiben Sie invested, aber smart. Der König ist angeschlagen, aber nicht besiegt.